Eine Reise nach Yucatán ist immer eine gute Idee: karibische Strände, exquisite Gastronomie und ein unschätzbares Kulturerbe. Mérida, die Hauptstadt des Bundesstaates, ist ein Muss wegen ihres kolonialen Erbes, ihrer künstlerischen Schätze, traumhafter Naturorte, innovativer Gastronomie und vor allem ihrer warmherzigen, großzügigen und aufmerksamen Einwohner.

In diesem Guide stellen wir dir die wichtigsten Orte in Mérida vor, der verführerischsten Stadt der Yucatán-Halbinsel.

1. Kathedrale San Ildefonso

Die Kathedrale San Ildefonso ist ein kulturelles und architektonisches Wahrzeichen, das man nicht verpassen sollte. Sie gilt als die älteste Kathedrale Amerikas, erbaut in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, und zeichnet sich durch ihre monumentale, nüchterne Architektur sowie die Anmut ihrer Zwillingstürme aus. Im Inneren befindet sich der Christus der Einheit, eine imposante Holzskulptur, die als größte überdachte Holzskulptur der Welt gilt. Faszinierend: Ein Großteil der Steine stammt von alten Maya-Bauten.

2. Casa de Montejo

Zwischen 1543 und 1549 von Francisco de Montejo y León, „El Mozo“, erbaut, ist die Casa de Montejo eines der wichtigsten zivilen Bauwerke der Kolonialzeit in Mexiko. Die Hauptfassade, die einzige weitgehend erhaltene, gilt als das wertvollste Beispiel plateresker Kunst in der mexikanischen Zivilarchitektur. In Stein gehauen zeigt sie menschliche Figuren, Soldaten, fantastische Charaktere und mythologische Wesen. Interessant: Während der untere Teil von europäischen Handwerkern gefertigt wurde, zeigt der obere, jüngere Teil indigene Handwerkskunst.

3. Regierungspalast

Der Regierungspalast steht auf dem Gelände der ehemaligen Königshäuser, politisches Zentrum während der Kolonialzeit. Das Gebäude diente als Residenz der Vertreter der Krone und als Verwaltungszentrum der Provinz. Nach der Unabhängigkeit wurde es offiziell Regierungspalast genannt, im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude abgerissen, um Platz für den heutigen Bau zu schaffen. Im Inneren beherbergt es eines der kulturell wertvollsten Schätze Méridas: die Wandmalereien von Fernando Castro Pacheco, einem der großen Künstler Yucatáns im 20. Jahrhundert.

4. Paseo de Montejo

Der Paseo de Montejo, Méridas berühmteste Straße, entstand während des Henequen-Booms („Grünes Gold“), als der Reichtum der Region ein ehrgeiziges städtebauliches Projekt ermöglichte, vergleichbar mit den elegantesten Boulevards Europas. Heute vermittelt ein Spaziergang entlang der Straße die Pracht jener Jahre: prächtige Herrenhäuser, die heute Museen, Galerien, Banken oder Kulturzentren beherbergen. Zu den Highlights zählen Quinta Montes Molina, das Monumento a la Patria und zahlreiche französisch inspirierte Villen.

5. Monumento a la Patria

Dieses 14 Meter hohe Steinmonument zeigt einen Teil der mexikanischen Geschichte, von der Gründung Tenochtitláns bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Der nördliche Teil symbolisiert den Texcoco-See mit dem Adler auf dem Kaktus, Mexikos Nationalsymbol. Die 31 Säulen stehen für die damals 28 Bundesstaaten, zwei Territorien und den Bundesdistrikt.

6. Großes Museum der Maya-Welt

Das Große Maya-Museum von Mérida ist eines der innovativsten Kulturzentren Lateinamerikas und ein Muss, um Geschichte und Weltbild der Maya zu verstehen. Es beherbergt vier Dauerausstellungen mit über 500 archäologischen, ethnographischen und historischen Objekten. Multimedia, Rekonstruktionen und interaktive Elemente erklären die Entwicklung der Zivilisation von der Präklassik bis heute.

7. Park der Amerikas

Der Park der Amerikas, erbaut zwischen 1942 und 1945 unter Ernesto Novelo, ist ein Ort, an dem Natur, Geschichte und Kunst verschmelzen, und bietet ein einzigartiges kulturelles Erlebnis im Herzen Méridas. Mehr als ein Stadtpark, ist es ein Monumentalensemble, das der Maya-Kultur und dem panamerikanischen Ideal gewidmet ist. Der Park erstreckt sich über vier Blocks und ist in drei Hauptbereiche unterteilt, jeder mit eigener Identität.

8. Was man in der Umgebung von Mérida besuchen kann

Wer genügend Zeit hat, kann zwei ideale Tagesausflüge unternehmen: die archäologische Stätte Chichén Itzá und die Cenoten der Hacienda Mucuyché.

Chichén Itzá

Chichén Itzá, die bekannteste Maya-Stadt der Welt, UNESCO-Weltkulturerbe seit 1988 und Weltwunder seit 2007, ist eines der am besten erhaltenen Zeugnisse der Maya-Zivilisation. Die Stadt vereint das Erbe zweier Kulturen – Maya und Tolteken – in drei imposanten Bauwerken: der Stufenpyramide El Castillo, El Caracol als astronomisches Observatorium und schließlich der Tempel der Krieger neben dem Wald der Tausend Säulen.

Cenoten der Hacienda Mucucyché

Die Anfahrt zur Hacienda Mucucyché stimmt auf die Magie ein: eine schmale Straße durch üppige Vegetation. Die Führung beginnt in der fast unveränderten Hacienda. Anschließend kann man sich in den spektakulären Cenoten erfrischen: Cenote Carlota, halb offen und kristallklar; Cenote Azul Maya, ein unterirdischer Stalaktiten- und Stalagmitenwald, der zu einem wunderschönen türkisfarbenen Naturpool führt.

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